Bochum - Hansa
 
     
 

 

Was für eine Winterpause? Die Beinahe-Insolvenz des Vereins, neuer Trainer, 2 neue Spieler und die Schließung der Südtribüne waren Themen die einen beschäftigten. Nach einem mäßigen Trainingslager und Testspielen, nach denen noch keiner sagen kann, wo es unsere Elf nun sportlich hinführt, sollte heute die erste Antwort darauf auf dem Platz gegeben werden.
Um 5.41 Uhr sollte es mit einer kleinen Gruppe im Sonderzug tief in den Westen gehen. Schon kurz nach Abfahrt wurden alle darüber informiert, dass die Toiletten zugefroren waren. Diese liefen dann auch irgendwann über, weil es keine zusätzlichen Haltepunkte gab. Die weitere Fahrt verlief bei Gesprächen auch ganz gut. Eine Person hatte im übervollen Tanzwagen dann leider etwas zu doll gemacht und sich so schwer verletzt, so dass ein ungeplanter Halt auf dem Programm stand. Hier konnte dieser dann ärztlich versorgt werden. Gute Besserung an dieser Stelle!
Ohne Probleme ging es dann weiter bis nach Bochum. Dort angekommen begrüßte unsere kleine Gruppe noch einen Auswärtigen. Dann sollte es zu Fuß Richtung Stadion gehen. Auf dem Weg dorthin kam es dann dazu, dass einige ihre Flaschen unkonventionell entsorgten. Das hatte zur Folge hatte, dass dann immer wieder Leute mit roten Augen am Wegesrand zu sehen waren. Weil sich unser Grüppchen ziemlich am Ende der Menschenmassen befand, bekamen wir auch nicht wirklich mit was sich wohl unmittelbar am Einlass abgespielt haben muss. Als wir uns in das Getümmel stellten, lagen schon umgeworfene Hamburger Gitter rum und die Marsmenschen waren noch aufgeregter als vorher. Der Einlass selbst war nicht gerade gut organisiert, 4 Türen und ein paar überforderte Ordner und das kurz vor Anpfiff. Wir gelangten erst kurz nach Anpfiff, der sich sogar noch wegen einer Schweigeminute verzögerte, in den Block. Das Spiel hatte wie gesagt ohne uns angefangen, doch passiert war noch nichts und was wir sahen war auch nicht berauschend. Obwohl Wolf die Mannschaft im Vergleich zur Hinrunde personell umstellte - Borg, Janecka, Dexter und auch Eddi Jordanov durfte von Anfang an ran - war das Gekicke gewohnt schlecht. Fehlpässe und Nervosität waren leider immer wieder zu sehen. Bochum dagegen war wirklich der Herr im Haus und hatte auch einige Chancen, aus einer davon resultierte dann auch die 1:0 Führung. Dieses Tor war aber wie ein Weckruf für unsere Elf, denn die fing jetzt an mitzuspielen. So konnte ein Bochumer im eigenen Strafraum einen Hansaangriff nur noch mit der Hand abwehren. Der Schiri, nach dem der Vorteil auch weg war, zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Antreten sollte Marek. Der Ausgleich schien kurz vor der Halbzeit perfekt. Doch leider schoss deser knapp am Pfosten vorbei und so musste Hansa dann mit dem Rückstand in die Kabine.
Hansa wechselte in der Pause Panne für Dexter ein und spielte nach Wiederanpfiff munter drauf los. So versuchte man weiter Druck zu machen, um den so wichtigen Ausgleich zu erzielen. Nach einem guten Dribbling von Weilandt, wobei der Ball quer durch den Strafraum nochmal schön von einem Bochumer verlängert wurde, stand Freddy da wo ein Stürmer stehen muss und staubte zum verdienten Ausgleich ab. Jetzt gab es auch endlich mal was zu bejubeln. Viele hofften jetzt sogar auf 3 Punkte. Nur Hansa hatte mal wieder was dagegen. Zwar erspielte man sich kurz nach dem Ausgleich noch einige Chancen, aber das war nicht von Dauer. Bochum, das bis jetzt etwas verhalten wirkte, wurde jetzt wieder stärker. Mal wieder waren wir nicht in der Lage den Ball kurz vor Schluss aus der Gefahrenzone zu kloppen. Bochum lies sich nicht 2x bitten und nutze das Chaos in der Hintermannschaft des FCH eiskalt zur 2:1 Führung aus. Danach passierte auf dem Platz gar nichts mehr. Verlierer des Spieltages , der FCH...Im Ausguck der Kogge hängt nun die roter Laterne. Nach dem Abpfiff kam dann noch die Mannschaft, mit Trainer im Rücken, zum Block, um sich zu bedanken.
Tja zu Stimmung möchte ich gar nicht so viel schreiben, nichts koordiniertes. Am Anfang gut, nach dem Führungstreffer tot, beim Elfmeter wieder besser. Nach dem Tor in der zweiten Halbzeit wieder gut bis zum erneuten Treffer.
Auf dem Rückweg, der wieder von nervösen Einsatzkräften begleitet wurde, traute man seinen Augen nicht. Mitten im großen Tross immer mal wieder vereinzelte Heimfans, auch am Rande waren mal ein paar zu sehen. Die Nervosität der Marsmenschen steigerte sich noch, als ein Teil der Masse wohl dachte, dass etwas Jogging bei der Kälte nicht schaden könnte und das dann bis zum Bahnhof durchzog. Nachdem wir dann unseren Auswärtigen wieder verabschiedet hatten, durften wir dann noch etwas länger auf den Sonderzug warten. Entweder waren alle zu schnell am Bahnhof oder die Bahn wusste nicht, dass ein Spiel nur 90 min dauert. Als dann endlich der Zug einfuhr, war man froh wieder etwas warmes um sich zu haben. Die Fahrt verlief sehr ruhig, bis es dann in unserem Waggon verdächtig verbrannt roch, was wieder einen außerplanmäßigen Halt zur Folge hatte. Die Begutachtung zog sich dann etwas hin, so dass am Ende eine fette Verspätung zu Buche stand. Auf der weiteren Fahrt passierte nicht mehr viel. In der Heimat trudelte man dann gegen Mitternacht ein. Jetzt wurden noch die Reste und der Müll aufgeräumt und dann ging jeder seine Wege.
Was bleiben nach diesem Spieltag für Erkenntnisse? 14 Spiele haben wir noch Zeit, um mindestens 7 Siege einzufahren. Selbst wenn das geschafft und der Klassenerhalt sportlich gesichert ist, bleibt die Frage nach den Finanzen. Mögliche Geldgeber lassen sich da wahrscheinlich am einfachsten durch sportliche Erfolge überzeugen. Also gegen Duisburg mal ne Serie starten und die Abstiegsplätze Vereinen überlassen, die dort hingehören!

Los jetzt Hansa!

 
|