Düsseldorf - Hansa 3:1
 
     
 

Saisonabschluss und das mal wieder Auswärts. Doch diesmal sollte es was Besonderes werden und so machten sich schon die ersten am Freitag auf nach Düsseldorf. Der nächste grössere Haufen folgte am Sonnabend um 9 Uhr aus Rostock. Da ich alter Hase im Jugendbus sass war es auch nicht verwunderlich das nur der Busfahrer älter war als ich. Die Hinfahrt verlief ganz entspannt und für Kurzweil sorgte unter anderem ein echtes Original so nach dem Motto „Du darfst mich auch (Horst) nennen.“ Doch kurz vor Schluss die Angst nicht mehr rechtzeitig die Übernachtungsmöglichkeit und im Anschluss den angemieteten Rheindampfer zu erwischen. Doch alles klappte eigentlich ganz gut so das die Autofahrer zwar schon warteten aber es dann gleich nach dem man das Zimmer in Beschlag genommen hatte zu Fuss losgehen sollte. Auf dem Weg zum Dampfer dann schon reichlich Begleitung die auch mal kurz zeigte das sie motiviert war und so schon mal die erste Unruhr verbreitete. Nach einem Gruppenfoto am Rhein erreichte der ansehnliche Mob dann endlich das Schiff, wo schon noch einzeln angereiste warteten. Nach einer Stunde sollte dann endlich die Fahrt losgehen. Der Dampfer ordentlich beflaggt schippertet gemütlich los und unsereins machte hin sich sehr lautstark zu erkennen. Kurz bevor der Kahn umdrehte fing dann der Auftritt von Mauler an. Welcher auch richtig gut war und die Menge sehr abging, es lief sogar Wasser von der Decke so warm es. Leider war die Rücktour schneller vorbei als einen lieb war. Kurz vor dem Anleger wo auch die angemietete Kneipe nicht weit weg war standen schon ca. 30 Fortunen rum, die sich allerdings ziemlich schnell entfernten als ihnen einiges an Pyro um die Ohren flog und die Staatsmacht nicht so recht wusste was sie machen soll. Als dann der Dampfer anlegte rannten auch schon die ersten Richtungen Düsseldorf. Auf dem Weg zur Kneipe kriegte der eine oder andere Fortune wohl noch seine Kelle ab. Die Gasse wo sich die Kneipe befand war dann auf beiden Seiten abgeriegelt und es standen massig Grüne rum die auch mit dem Pfeffer nicht sparsam waren. Nach dieser kleinen Eskapade entbrannte nur kurz untereinander Streit darüber das doch endlich alle in die Kneipe gehen würden damit die Staatsmacht auch noch die restlich wartenden durchliesse. Und so fühlte sich ein 5 Etagenbierhaus mit Fussballeuten. Nach einiger Zeit keine Ahnung mehr genau wann war mir es zu warm und ich beschloss vor die Tür zu gehen. Da ich auch schon ein paar Stunden auf den Beinen war beschloss ich kurzer Hand mit einigen Zimmermitbewohnern den Ort des Geschehens zu verlassen. Gerade als wir so am Absperrgitter stehen um durch zu klettern erhellt sich hinter uns die Gasse in ein zartes Rot und es klappert gewaltig. Nach kurzer Überzeugungsarbeit lässt man uns dennoch gewähren aber gerade durchgeklettert beschliesst die Staatsgewalt wohl zu zeigen was sie zu leisten fähig. Mit Schild und „Schwert“ voran und natürlich liegt vorher schon richtig Pfeffer in der Luft wird die Gasse kurzer Hand von einer Seite aus gestürmt. Wir also nichts als in ein Taxi und in unser Schlafgemach. Es schafften zu dem Zeitpunkt gerade mal 12 Leute weg zu kommen. Die erschreckende Bilanz die wir später erfuhren waren 130 Ingewahrsammnahmen und 30 Verhaftungen, darunter auch Fortuna. Verletzte wohl auch bei allen Beteiligten. Die Kneipe wurde wohl abgeriegelt und einige wurden dann erst gegen 5 Uhr rausgelassen. So war der Mob am Spieltag selbst nicht mehr ganz so gross. Wir wollten bis zu Letzt warten auf das die Gefangenen doch noch frühzeitig entlassen werden doch die Staatsgewalt umstellte erst die Herberge und räumte diese dann. Es verlief zu erst etwas hektisch von Seiten der Beamten die dann erst nach dem wir mit dem Vorwurf nicht mit ihnen sprechen zu können Einsicht zeigten und doch Gespräche zuliessen. Ende von allem, alle fuhren bis auf einzelne Autofahrer in Shuttelbussen in einem Konvoi zum Stadion. Das „Stadion“ an sich total überdimensional wie ein mutierter Supermarkt erst recht auf dem „Stadionumlauf“. Hauptsache der Sponsor steht draussen drauf und nicht mal der Verein findet Platz. Vor Ort traf man dann auch den Rest der Dynamikmeute der mit eigenem Bus angereist war. Von Hansa waren 3 Busse organisiert und noch etliche andere Busse, Autos fanden den Weg nach Düsseldorf. Es waren auch Zugfahrer unterwegs. Es kamen ca. 6000 Rostock Anhänger ins Stadion. Zu Spielbeginn erstmal keine Stimmung da wir uns mit den Ultras Düsseldorf solidarisierten und 5 min schwiegen. In der 5. Spielminute dann der Beginn unserer Unterstützung mit optischer Untermalung. Leider flogen Böller auf das Feld so dass der Schiri die Partie für 20 min unterbrach und man schon dachte es geht gar nicht mehr weiter. Hiermit möchte ich noch mal ganz deutlich klar stellen das die Böller von Leuten geworfen wurden die nicht zu aktiven Fanszene gehören und auch das es natürlich ein totales Unding sein kann Böller im Stadion zu zünden. Dadurch gab es auch Verletzte im Block. Idioten! Es hätte nämlich auch noch fast unseren Torwart erwischt. Ach ja als Ultra Düsseldorf einläuft auch etwas Licht und Rauch bei Ihnen. Worauf sich die angrenzende Tribüne gleich mit denen im Klinsch befindet. Später wird doch per Stadionmikro verkündet das sich diese davon total distanzieren und sogar die angrenzende Tribüne rückt wieder näher und man singt sogar gemeinsam. Typisch West! Bei Uns trotz Unterbrechung Gesänge und dann sollte es mit Fussball weiter gehen. Das Spiel selbst Hansa nicht schlecht aber Düsseldorf sehr viel besser. Gewannen sehr oft die Zweikämpfe und hatten leider die totale Chancenausbeute. 2 Tore waren das Ergebnis und bei Hansa stand mal wieder auf Grund gar keiner Chancennutzung die Null. Gleich nach Beginn der zweiten Hälfte wird unserer Elf ein Elfmeter zugesprochen der dann auch verwandelt wird. Jetzt war die Hoffnung wieder zurück doch nicht Relegation spielen zu müssen. Leider macht Fortuna etwas später gleich das 3:1 und entscheidet somit das Spiel. Kurz vor Schluss noch mal Böller von den Idioten und der Schiriassistent geht sogar zu Boden, danach ist das Spiel zu Ende. Unsere Elf verschwindet gleich, auch kein Wunder und der Heimanhang feiert seine Helden. Die Stimmung war bei uns gerade in der ersten Hälft eigentlich gut nur auf Grund mangelnder Koordination nicht Richtig laut und in der zweiten Hälfte nur beim Tor und davor Richtig gut. Ansonsten leider nichts aussergewöhnliches auch nicht auf der anderen Seite. Nach dem Spiel machte sich dann jeder niedergeschlagen auf den Rückweg. Für unseren Bus der noch auf Frei gelassene wartete sollte es gegen 21.15 auf den Weg zurückgehen. In der Heimat kam man nach sehr ruhiger Rückfahrt gegen 5.15 Uhr wieder an. Für mich hiess das nur kurz unter die Dusche, ein kleines Frühstück und dann gleich wieder zu Arbeit. Was bleibt noch zum Schluss? Hansa muss in die Relegation gegen Ingoldstadt, Auswärts ohne Anhang. Ach ja! Brot kann Schimmeln! Und was kannst Du?
 
 
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