Energie Cottbus vs. FC Hansa Rostock
 
     
 

Die Planungen für das Ostderby liefen bei Fanszene und Suptras schon seit langem auf Hochtouren denn es sollte ein Sonderzug in die Lausitz fahren. Am Spieltag selbst sollte es um 9 Uhr in den Räumen der Fanszene losgehen. Angesagt war es 800 Brötchen zu schmieren und zu verpacken. Also Fliesband aufgebaut 10 Leute rangestellt und gestartet, nach nicht mal 1 Stunde war das Werk vollbracht. So machte sich der Tross der beiden Transis und etlichen Autos gen Bahnhof um den Zug zu beladen. Leider durften nur 15 Helfer mit auf das Gelände der Bahn in Begleitung von unserer späterer Zugbegleitung (4 Zivis).Die mal so ganz beiläufig wissen liessen das wenn wir es drauf anlegten genug „Panzer“ bereit standen. Es waren am Verladepunkt 4 Bundespolizisten mit voller Bewaffnung zu sehen und kaum zu erahnen was hinter dem Hügel stand von dem aus unser Treiben beobachtet wurde. Also eine Kette gebildet und alles abgeladen und im Zug verstaut dafür waren die fleissigen Helfer gut 2 Stunden beschäftigt. Im Anschluss musste man sich gleich beeilen denn da auch die Ordner von der allgemeinen Fanszene gestellt wurden und die Polizei am Bahnhof schon mit den Kontrollen begonnen hatte. So hiess es für ganz wenige das sie im Zug bleiben durften und für den Rest in die Autos und zurück zum Bahnhof um schnell die aufgebaute Kontrolle zu passieren um rechtzeitig auf dem Bahnsteig zu sein wenn der Zug einfährt. Etwas gehetzt schaffte man das aber ohne Probleme und so konnte der Zustieg beginnen. Dieser verlief sehr gut so dass der Zug pünktlich 14.22 Uhr Rostock verliess. Die Hinfahrt verlief sehr gut über Waren- Neustrellitz- Berlin/ Lichtenberg bis Cottbus. Die Ordner hatten einen ziemlich ruhigen Dienst da sich alle Mitreisenden gut verhielten. In Cottbus dann auch die pünktliche Ankunft mit der Erkenntnis das man wohl besser Bier gebunkert hätte da dies schon nicht mehr vorrätig war. Nach sehr kurzer Pause auf dem Bahnhofsvorplatz setzte sich der ganze Tross in Richtung Stadion in Bewegung. Was dabei auffiel das sich die begleitende Polizei zurück hielt und nicht mal Helme aufhatte. Na bitte wer sagst denn! Als sich dann der ganze Pöbel dem Stadion näherte und schliesslich dem Einlass, wuchs die Ungeduld und so wurden die beiden Hansaordnerreihen leicht durchbrochen und schon standen die ganzen Leute vor ganzen 2 geöffneten Stadiontoren. Ich weiss nicht wie so was geht da doch die Anzahl und der Ansturm gewusst hätten müssten. So kam dann sehr schnell Ärger auf weil die Leute von hinten unbedingt rein wollten und die Leute vorne teilweise eingeklemmt wurden zwischen den Laufgittern. Man sah da den schnell schlagenden Ordner und zu guter Letzt gesellte sich dann noch die Staatsgewalt hinzu. Erst als sich die Lage via Mundpropaganda beruhigte hörte man erst eine Lautsprecherdurchsage dass man doch Geduld haben möchte. Das nenne ich Deeskalation! Also den etwas überforderten Einlass hinter sich gelassen und sich mal die neue Tribüne von innen angeguckt. Oh man was für eine Blechlaube und alle zwei Meter ein Zaun ( gefühlt). Nach kurzer Zeit waren so auch alle 3 Gästebereiche sehr gut gefüllt und man sorgte via Megaphone dafür dass die Leute auch noch zusammenrückten. Das war dann nachher so dass man nicht mal mehr oder nur schwer die Arme bewegen konnte. Aber trotzdem war zu merken dass alle heiss auf das Spiel waren denn schon lange vor dem Anpfiff war die Stimmung richtig gut. Als ich dann auch noch mitbekam das unsere mitgereisten SV`ler nun auch das Spiel über den eigens mitgenommenen Fernseher+ Satschüssel+ Receiver+ Notstromaggregat verfolgen konnten, war auch die Vorfreude da. Übrigens der Aufwand nur weil die Jungs den Zug nicht verlassen durften, laut Polizei aber da sind wir ja einfallsreich. Zum Spielanfang waren drüben nur Fahnen zu sehen die dann artig nach Anpfiff wieder zurückgegeben wurden. Bei uns auf Grund zahlreicher Verbote trotzdem die wichtigsten Zaufahnen dabei und nur 3 kleine Handfahnen. Das Spiel selber startete sehr optimistisch da Hansa wie auch schon gegen Lautern gleich Druck machte und so auch gleich am Anfang gefährlich vor das aus unser Sicht sehr schlecht zu sehende Tor kam. Aber alle Euphorie half nichts da Hansa wie auch zu letzt einfach das Tor nicht schiesst uns so der Gegner dann stärker wird. So auch Cottbus die dann bis zur Pause die gefährlichsten Chancen hatten aber dank Walke nicht verwandelten. Während der ersten Hälfte die Stimmung bei uns gut und drüben na ja Bewegung zu erkennen aber akustisch nicht wahrnehmbar. Dafür hatten die Sorben dann eine Tapete wo sie zeigten wie tolerant sie den seien. In der zweiten Halbzeit dann 2. Ligafussball pur, viel Kampf wenig ansehnliches und wieder Cottbus die gefährlichere Mannschaft. Unsere Elf hingegen verteidigte eigentlich nur und tat nichts oder nur wenig für das Spiel nach vorne. Unsereins versuchte noch gleich nach Pausenanpfiff das der Funke vom Block aufs Feld überspringt doch die Mannschaft berührte dieses Feuer der Leidenschaft anscheinend nicht. Die Sorben fragten stattdessen mit der Tapete „ Wahrheit, Gerechtigkeit. Was bin ich für ein Fussballfan?“ wohl eher sich selbst. Und später antwortete man noch auf eine Tapete die man gegen Pauli bei uns zu lesen kriegte. Hallo? Mit wem haben diese braun- weisen keine Freundschaft? Aber zurück zum Spiel das dann torlos endete, womit ich aber zufrieden sein konnte. Die Spieler diskutierten noch untereinander als sie sich auf die Gästekurve zu bewegten aber dann doch lächelten als sich Applaus erhob. Zacher holte sich den Beifall dann einzeln ab. Die Cottbuser waren ziemlich schnell verschwunden. Der ganze Gäste leerte sich nur zögerlich so dass man dann draussen noch ein wenig warten musste damit sich dann das ganze wieder in Richtung Zug bewegte. Trotz alledem, vielleicht auch nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis denn schliesslich ist Gewinnen ja am schönsten, erreichte man sehr zeitig den Bahnhof. So konnte dann noch an einem kleinen Imbiss Verpflegung getankt werden bevor die Rückfahrt losging. Diese verlief genauso harmonisch wie die Hintour. In Rostock gegen 3.15 Uhr angekommen hiess es dann noch die übrig gebliebenen Getränke abzutransportieren, wobei der eigene Ordneranteil den Zug reinigte. Gegen 4 Uhr hiess es dann erstmal Augen zu bevor es gegen 14 Uhr wieder hiess Getränke hoch. Als erstes möchte ich hiermit ein fettes LOB an die Organisatoren richten, danach an Alle die geholfen haben und zu guter Letzt an die Mitreisenden. Hoffentlich gibt es ein nächstes Mal! Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen das Hansa hoffentlich noch einen dreier holt bevor es dann in die Winterpause geht.
 
 
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