Hansa - 1860 2:1
 
     
 

Im ersten Heimspiel der Saison war 1860 München zu Gast im OS. Nach 2 verkorksten Auswärtsspielen, im DFB Pokal gegen Osna und in Bielefeld, musste nun ein Sieg gegen die Münchener Aufstiegsaspiranten her, um das nötige Selbstvertrauen für die noch frühe Saison zu tanken. Um 13 Uhr, zu einer sehr ungewöhnlichen Zeit, startete die Heimspielsaison für unser Team vor ca. 19000 Zuschauern. Die doch hohe Zahl setzte sich auch resultierent aus den vielen Strandurlaubern zusammen. Die Oktoberfestler waren mit ca. 500 Fans unerwartet gut präsent und machten viel Bewegung in ihrer Ecke.
Die zwei Choreos:
In der Kurve wurden heute zwei Choreographien umgesetzt. Zum Intro wurde von den Suptras eine Blockfahne hochgezogen, die einen kräftigen und grimmig- schauenden SR´ler aufzeigte. Dieser trug einen Fussballclub- Hansa Rostock Schal, wobei an den Schalenden das Hansawappen und das SR-Wappen präsentiert wurde. Die linke Faust wurde kämpferisch-geballt und in der rechten Hand hielt er eine Ropi-Flasche. Vor der Blockfahne, die 90 Grad in der Mitte des Blockes hoch ging, wurde im 27er Bereich ein runder Schalteppich präsentiert. Die vielen Schals wurden über Jahre hinweg friedlich mit den Gegnern getauscht und gesammelt. Dazu gab es noch einen passenden Spruch: "Nicht nur Punkte & Geld fürs Bier lassen die Gäste hier". Umrahmt wurde die Choreo durch blaue Fähnchen. Insgesamt gab das Intro ein schönes Bild ab. Ob der präsentierte Inhalt jedoch zeitlich zum 1. Spieltag passte, muss jeder für sich selber beantworten. Eine bessere Möglichkeit wäre meines Erachtens gewesen, wenn die Choreo, die zum Beginn der 2. Hälfte stattfand, als Intro vorgezogen worden wäre. Diese wurde von der Gruppe Revolte gestaltet und zeigte 17 Kegel auf, die symbolisch mit jeweils den Wappen aller 2. Liga Gegner präsentiert wurden. Auf der rechten Seite wurde eine Blockfahne mit einen Kegelspieler abgebildet, der die Kugel zum Rollen brachte. Als Kugel wurde unser rundes Vereinswappen verwandt, die sich drehend zu den Kegeln bewegte und diese letztlich zum fallen brachte. Die Kegelbahn wurde mit weissen Zetteln dargestellt, der Rest des Blockes präsentierte sich mit blauen Zetteln. Als alle Kegel gefallen waren, wurde ein Transparent mit der Aufschrift: "Strike! Jetzt seid ihr dran" präsentiert. Die Idee war gut und die Umsetzung gelungen.  
Zu dem Spiel:  
Hansa Rostock startete gut in die Partie und ging durch einen frühen Treffer durch Eigengewächs Tobias Jänicke in der 8. Minute in Führung. Dieser kam frei vor dem gegnerischen Kasten zum Schuss und tunnelte den schlecht aussehenden Keeper Kiraly. Trotz der schnellen Führung schaffte es Hansa nicht, das Zepter in die Hand zunehmen. In der 19. Minute traf Lauth für die Löwen, mit der ersten Torchance und einen scharf-platzierten Schuss, zum Ausgleich. Das Spiel entwickelte sich gegen Hansa und die Sechziger gewannen immer mehr Spielanteile. Die 2. Hälfte war anfänglich geprägt durch schlechten Fußball, mit vielen Fehlpässen und Ideenlosigkeit, wobei auf beiden Seiten keine Offensivakzente gesetzt wurden. Das Spiel entwickelte sich zu einem langweiligen Kick. Ab der 75. Minute kam jedoch nochmal Wind in den Koggensegel. Kevin Schlitte setzte zunächst einen Kopfball an die Latte und sorgte für Aufruhr im Strafraum. In der 79. Minute, traf der zuvor eingewechselte Fin Bartels, mit einen spektakulären Tor zum 2:1. Es gab also doch noch ein Happy End bei einen unansehnlichen Fußballnachmittag.  
Zusatz:
Ein paar Tage vor dem Spiel trafen wieder eine Reihe SV´s in unsere Szene ein. Drei Tapeten thematisierten diesen Missstand: Kein Verfahren! Kein Urteil! Keine Anhörung! Trotzdem 48 Stadionverbote!? Das allein sagt alles aus und sollte zu denken geben.
 
Gruß, Kinzmen
 
 
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