Hansa - HSV 1:3
 
     
 

Das Cottbusspiel war für mich der Anfang vom Ende im Bezug auf den Klassenerhalt des F.C. Hansa. Ein neutraler Blick auf die Tabelle, vor dem Spiel gegen den HSV, mag Hoffnung machen da es ja „nur“ 2 Punkte sind bis zum 15. Tabellenplatz. Letztlich war jedem jedoch klar das die nächsten Gegner schwer zuschlagen sind, schaut man sich deren Mannschaftsstärke an. Besonders mit dem sicherlich psychologisch sehr negativem Spielverlauf von Cottbus und den bekannten bisher nicht gelösten Problemen bei Hansa (Stichwort: Stürmer) drohte eine Heimniederlage. Der für mich schwer aufzubringende Zweckoptimismus für dieses Spiel wurde erschwert durch die im Vorfeld unverhältnismäßigen Sicherheitsverordnungen die unsere Fankultur stark einschränkte. Unter anderem sollte die Megaphonebenutzung schriftlich geregelt werden mit sehr allgemeinen Formulierungen und daraus möglichen Konsequenzen bei Verstoß. Wir mussten uns daher die schwierige Frage stellen, wie wir mit unserem Ohnmachtsgefühl bzw. der Hilflosigkeit gegen die Sicherheitsvorkehrungen entgegen treten können. > Hintergründe Ein Stimmungsboykott kombiniert mit kleinen Aktionen wurde hierbei als beste Lösung im Vorfeld abgestimmt. Im Block 27/27a und auf der Südtribüne wurden alle Banner symbolisch abgenommen nur eins blieb zentral hängen mit der Aufschrift „Wir sind der Verein“ Eine Menschenkette mit einzelnen Buchstaben auf den T-Shirts ergab das Motto des Spieltages „Kein Vertrauen = Keine Stimmung“. Das Spiel wurde im sitzen verfolgt und mit kurzen passenden Gesangseinlagen Richtung Sicherheitsglaskasten an Hübner & Co. zeigten wir eindrucksvoll unsere Wut gegen das System.
In der 18. Minute stand es bereits 0:1 für den HSV und die Hoffnung auf den Klassenerhalt sang nahe 0. Der Spielverlauf zeigte immer deutlicher den Klassenunterschied und ein aufbäumen von „unseren“ 11 Jungs auf dem Platz war kaum zu erkennen.  Schmähgesänge der Gäste mit der Erinnerung vom 6:0 vor 3 Jahren im Ostseestadion weckten bei mir wieder den inneren Patriotismus mit der Hoffung keiner Wiederholung. Bereits in der 51. Minute stand es 0:3 für den HSV und der damit sportliche Tiefpunkt der Saison wurde erreicht. Der Anschlusstreffer zum 1:3 wurde passenderweise durch ein Eigentor vom Hamburger Spieler  Mathijsen erzielt. Sprechchöre gegen die eigene Mannschaft mit „und ihr wollt Hansa Rostock sein?“ wurden deutlich an die Spieler herangetragen. Die Frage ist nur in wieweit wird es den einzelnen Spieler am Samstagabend noch groß in seinem Befinden stören, im Vergleich zu den großteils depressiven Fans nach dieser sportlichen Leistung und dem Sicherheitswahn von Polizei und Verein. Der Bezug zwischen Fans und der Mannschaft wird immer geringer und die Bundesliga ist im System krank! Hansa wird nun mit großer Wahrscheinlichkeit absteigen und die Liga symbolisch mit SAP Hoffenheim tauschen.

Eine Gute Nacht an dieser Stelle an den DFB, die FIFA, die Zivis, die geldgeile Spieler und Herrn Hübner(ABS/FCH).
 
 
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