Nach 90 Minuten waren wir der Sieger.
Mit Selbstbewusstsein und Optimismus im Gepäck ging es nach Berlin.
Ein Teil von BWD absolvierte die Weltreise mit Zug, der andere mit Auto.
Ich fuhr natürlich im Auto mit um die Strapazen, die nun mal so ne lange Zugfahrt mit sich bringt, zu vermeiden. Nach ganze 2 Stunden Fahrt kamen wir so gegen 13 : 30 Uhr, ohne besondere Vorkommnisse im Olympischen Dorf an. Die meisten Autos, Busse und der größte Teil von den Zugfahrern war zu diesem Zeitpunkt schon anwesend gewesen.
Die Karten hatten, waren klar im Vorteil und so war man auch Ruck Zuck im Berliner Stadion.
Ca. 10000 Hansafans haben sich letztendlich in dem Gästesektor eingefunden.
In der 1. Halbzeit hatten wir mehr Glück als Verstand. Die Mannschaft fand wieder nicht zu sich. Es kam in unseren Reihen kein Spiel zustande.
Dazu kam, das die Abwehr, nicht sehr sattelfest auftrat. Auch aus diesem Grunde entstanden für Hertha Chancen und es wurde gefährlich. Schober musste ganze Arbeit vollrichten und zeichnete sich auch mit Glanzparaden aus. Wer die Chancen nicht nutzt wird irgendwann bestraft und so war es denn auch. In der 36 Min. kam plötzlich Lantz von ca. 22 m frei zum Schuss den Thomas Rasmussen unhaltbar abfälschte ........TOOOOOOOOOOOOOORRRRRRR.
Selbst ein absolut abgefüllter Fan, der die ganze Zeit in seine Kotze schielte, sprang auf einmal auf und freute sich. War das die Wende
Die 2. Halbzeit wurde mit einem tollen Intro eingeläutet.
Entweder brannten da auf einmal die Sitze oder der Teufel erschien auf einmal aus dem Boden vom Olympiastadion. Es rauchte auf jeden Fall sehr stark und der Ursprung vom Rauch hatte eine rote Farbe. Es wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben. Vielleicht war es das 8te Weltwunder was wir zufällig, in unserem Block, hautnah miterleben konnten.
Als der Rauch nun endlich den Berliner Gästeblock erreichte, konnte nun auch die 2. Halbzeit angepfiffen werden.
Es wurde ein ausgeglichenes Spiel wobei sich Hansa hauptsächlich durch Konter die Chancen erarbeitete. Endlich sah man phasenweise auch wieder eine spielerisch gute Hansamannschaft die Selbstbewusst den Ball in ihren Reihen halten konnte und somit Sicherheit ausstrahlte. Bis zum Schluss blieb es jedoch spannend.
Leider war das Happy End dieses Spiels wohl für die Herthaner gedacht.
Marcelinho schoss in der 93 Min. den Ausgleich.
Wie ärgerlich und unglücklich zu gleich war das denn??
Nungut letztendlich bringt uns 1 Punkt nicht sehr viel aber für die Mannschaftsmoral hat sich dieses Spiel bestimmt positiv ausgewirkt und man hat wieder Mut geschöpft für die nächsten Gegner.
Unsere Rückfahrt lief ohne besondere Vorkommnisse, außer das das Wetter nicht sehr "autofahrfreundlich" wurde.
Wir waren, nach einer erneut erbärmlich langen Fahrt, sogar noch am gleichen Tag um 21 Uhr in unserer Heimat Rostock.
Kinzmen