Bielefeld-Babelsberg
 
     
 
60 Minuten und zurück (Bielefeld)
Wo ich anfangen soll bei diesem Bericht, herzzerreißender Fußballabhängigkeit, kann ich eigentlich nicht genau sagen. Aber versuchen kann man's ja. Am Freitag begann die Odyssee gen Bielefeld nämlich ehrlich gesagt schon. Der neuernannte Gulasch hat zu einer Vorabparty geladen und alle sind sie dem Ruf gefolgt. Da niemand in der Lage war kurzfristig einen Grill aufzutreiben, wurden die Würstchen provisorisch in der Pfanne zubereitet. Dazu wurde *Echter Rechter* gereicht (Das ist ein ekliges Gesöff das es wohl nur im nazibevölkerten LH gibt). Des weiteren wurde eine Mickey Maus geschändet und es wurde über Lichtenhagen 92 ? philosophiert. Nach dem Auswerten der Überwachungsaufnahmen im Sonnenblumenhauseingang, endlos FIFA 2001 Gezocke und einigen mysteriösen Telefonaten kam der 5-Mann-Mob in Aufbruchstimmung. Also schnappte man sich die,zuvor von Robi und seiner Freundin wirklich exquisit angefertigten, R.H. Doppelhalter. Und machte sich langsamen Schrittes auf zur Fledermaus. Nach der recht entspannten Stadtrundfahrt campierten wir erst mal vor dem Intercityhotel. Dort musste man natürlich unnötig durch lautes und energisches Fußigebolze aus dem Rahmen fallen um die verbleibende Stunde sinnvoll zu nutzen. Das empörte die Brigade Schnabeltasse so sehr das man sich mit englischen Schimpfwörtern im Rücken vom Bahnhofsvorplatz verabschieden musste.
Aber der Zug war sowieso schon am anrollen so das keine weiteren Wartezeiten im Weg standen. Erste Station war Lübeck. Auf der Strecke dorthin war die einzige Schlafphase des restlichen Tages angesagt. In Lübeck (Partnerstadt und Asylheim der Maurine Jungz) wurde dann fürstlich gespeist so das die weiterfahrt nach HH gestärkt angegangen werden konnte. In Hamburg sah man dann die ersten Leute mit Fußballfanerkennungsinizialien rumrennen. Das waren aber eher Individuen der Gattung Japper sprich Hamburg, Dortmund und Nürnberg. Mit den beiden letztgenannten Fanlagern durften wir dann auch die restliche Fahrt nach Bielefeld bestreiten. Dabei taten sich die Dortmunder darin hervor über Rostock und deren Kinder-,Tiere- und Großmuttertöterhools herzuziehen. Was dann zu einer Debatte führte die in Ihrer klischeehaftigkeit keine Grenzen kannte. Außerdem wurde Bekanntschaft mit den Young Suppenhühnern Dortmund geschlossen. Diese entrissen dem Rainer erst mal sein Zine und bestanden darauf R.H. persönlich zu sehen. Während ich und Robi noch über Körpermerkmale des weiblichen Geschlechts fachsimpelten kam man wohlbehalten in Westfalen an. Am Bahnhof wurde ein Schließfach klar gemacht so das jegliches unnütze Teil nicht mitgeschleppt werden musste. Zwei DSC Althools *gg* begleiteten uns von der U-Bahn aus (welche bei uns glattweg als Straßenbahn durchgehen würde)bis fast zum Ground. Dieser doch ziemlich idyllisch gelegene und von Gartenanlagen umgebene Sportplatz wurde dann auch bald gestürmt und üppig mit der BWD-Zaunfahne ausgeflaggt. Dabei sei erwähnt das Bielefeld zwar die entstelltesten aber dennoch höflichsten Ordner hat. Nachdem man wieder etwas an Fressalien zu sich genommen hatte, kam etwas Panik aufgrund des nicht anwesend seins der FI99 auf. Das Spiel begann dann aber doch recht schnell inklusive FI99 Delegation. Natürlich gab es das erhoffte Intro obwohl dieses leider ohne Pyrotechnische-Erzeugnisse auskommen musste.
Von uns wurden die 3 vermummten Menschen präsentiert *O-Ton Verfassungsschutz* und kräftig mitsupportet. *gg*
Das langgezogene S-V-BABELSBERG-03 erfreute sich hierbei besonderer Beliebtheit.
Sportliche Höhepunkte der 1.HZ hielten sich in Grenzen. Bis auf einen Doppelpfostentreffer war auch nichts von den Ex-Amas und Slawomir zu sehen.
Zur 2.HZ hat sich dann auf unerklärliche Art und Weise ein kleiner Erdhügel entzündet der dann auch noch weißen Rauch erzeugte. Und das war eigentlich auch schon alles was ich erzählen kann, da wir bekanntlich unseren Zug schaffen mussten und demzufolge nur 60 Minuten gesehen haben.
Lobenswert fand ich aber das Auftreten der Filmstädter bezüglich rechter Dumpfbacken. Geschlossen gegen Nazis so muss es sein. Wie dem auch sei, also machte man sich wieder auf zur beliebten Verkehrsmittelstrapaze um nach Hause zu kommen. Die Rückfahrt war so ähnlich wie die Hinfahrt und es geschah nichts weltbewegendes. Einige A-Team supporter fragten sich wieso sie gefahren sind und wiederum andere rieben sich die Hände aufgrund des gewonnenen Grounds. Ab Hamburg musste der Rest unglücklicherweise ohne meine Wenigkeit auskommen. Aber wie mir von sicherer Quelle erzählt wurde ist alles gerade gelaufen und der Zug kam pünktlich 0:56 in Rostockcity an. Es lebe das Sinnloshoppen. Mitfahrer und Ausdauerpreisträger sind Gulasch,Robi,Rainer,Holm und Ich.

paapi

 
 
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