Ultras
 
     
 
Was heißt Ultras?
Das Wort ist die Abkürzung von Ultramanie>> Ultramanie setzt sich zusammen aus Ultra> besonders stark ; Manie> Bessenheit/Leidenschaft. Die ersten Ultras (Fangruppen) begannen bereits 1968 in Italien mit der anderen Art ihre Mannschaft zu unterstützen. Ultratypische Merkmale sind: straff geordnete innere Struktur, Heim- und Auswärtstransparente, eigene Symbole, diverse Souvenirs und eine große mobilisierbare Masse, die dem Takt der Trommelschläge folgt. Chöre werden durch bunte Rauchschwaden, großzügige Choreos, Spruchbandtexte, sowie zahllose Schwenkfahnen, Doppelhalter ect. ergänzt. Wie sehen die Zukunftsaussichten für die deutsche Ultraszene aus? Man zwingt uns zumeist und zu überhöhten Preisen für 90 Minuten ein Stück Plastik für den Allerwertesten zu schieben, sofern wir das Spiel aus dem Gästeblock verfolgen wollen. Es bedarf nicht der Fähigkeit eines Hellsehers, wenn man dem aktiven Teil der Fanszene eine düstere Zukunft prophezeit. Einschränkungen und Verbote oder überharte Reaktionen bei Zuwiderhandlungen vermiesen jedem Aktivisten den Fußball-Alltag. Natürlich finden zuweilen Choreographien auch den Beifall in den Manageretagen und VIP-Loungen. Aber mittelfristig hat man die Befürchtung, daß solche Aktionen mehr zum geduldeten Beiwerk degradiert werden und es nur müde belächelt wird, wenn irgendwelche ``Kasper`` zwischen Merchandising-Präsentation und dem eigentlichen Event – dem Fußball – die Pausen füllen. Die junge deutsche Ultraszene gilt in den Augen von Zukunftsforschern schon jetzt als ``Little Italy`` und damit als heißer Kandidat für die Eroberung der Ultra-Krone, weil man im Gegensatz zu allen anderen Konkurrenten die größte Anzahl mobilisierbarer Fans stellt und innerhalb von zwei Jahren einen enormen inneren und äußeren Wandel vollzog, der sowohl die Äußerlichkeiten, als auch die Gesänge veränderte und den Weg zum Gipfel ebnet. Lasst diese vielleicht einzige Hoffnung nicht untergehen und sorgt dafür, daß das Spektakel auf den Rängen weiterhin verstärkt wird.
 
 
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