Hansa räumt Fan-Szene auf
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Der Zweitligist hat im Kampf gegen gewalttätige Fans ein Zeichen gesetzt und die Zusammenarbeit mit den „Suptras“ vorerst beendet. Sie sind die hässliche Fratze des Fußballs. Prügelnde, randalierende und zerstörende Fans bringen die schönste Nebensache der Welt zunehmend in Verruf. Der FC Hansa setzt im Kampf gegen die Feinde des Fußballs ein klares Signal und beendet die Zusammenarbeit mit den so genannten „Suptras“. „Einzelne Personen aus dieser Fangruppe bringen Hansa leider immer wieder in Misskredit“, begründete Hansa-Vorstandschef Dirk Grabow die Maßnahme mit Blick auf zahlreiche Ausschreitungen und Gewalttaten, an denen die Ultra-Fans maßgeblich beteiligt waren. So sollen „Suptras“-Mitglieder bei den schweren Ausschreitungen auf dem Bahnhof in Stendal vor gut einem Jahr die Rädelsführer gewesen sein. „Das war einer der schwärzesten Tage für die Fanszene in Rostock“, sagt Rainer Friedrich, der Geschäftsführer der Ostseestadion GmbH. Im Zusammenhang mit den schweren Krawallen, bei denen Rostocker Anhänger einen Sachschaden von rund 250 000 Euro verursachten, hat der Fußball-Zweitligist bis heute 47 bundesweite Stadionverbote verhängt; acht davon gegen Mitglieder der „Suptras“. „Wir möchten den Schritt als deutliches Signal verstanden wissen, dass sich der Verein von gewalttätigen Fans abgrenzt“, erklärte Friedrich. Die „Suptras“, denen von Grabow-Vorgänger Manfred Wimmer als einziger Fan-Gruppierung des FCH eine „privilegierte Zusammenarbeit“ eingeräumt worden war, verlieren somit nicht nur Sitz und Stimme im bis dahin sechsköpfigen Fanbeirat, sondern auch alle finanziellen und materiellen Zuwendungen des Klubs. Die Spiele der Hanseaten dürfen die „Suptras“, die rund 75 Mitglieder und 250 Symphatisanten im Umfeld zählen, allerdings weiter besuchen. „Die jüngsten Ereignisse in Italien und Leipzig haben auf die Entscheidung einen gewissen Einfluss gehabt“, sagte Grabow: „Nichts wäre schlimmer, als wenn wir solche Zustände hier bei uns hätten.“ Die Tür für die „Suptras“ sei jedoch nicht endgültig zu, betonte der Klubchef, der morgen 36 Jahre alt wird: „Die Zusammenarbeit ist nicht beendet, sondern vorerst ausgesetzt.“ Friedrich ergänzte: „Wir erwarten von den Suptras eine Änderung ihres Verhaltens.“ Die Entscheidung der Vereinsführung wird von den Hansa-Fans mitgetragen. „Der Weg, den diese Gruppe eingeschlagen hat, ist der falsche“, sagte Axel Klingbeil, der Fanbeauftragte des Klubs. „Wir erwarten von den Suptras ensprechende Reaktionen und Taten, damit eine Zusammenarbeit mit ihnen wieder möglich wird.“ Durch die Gruppe seien Sachschäden in Höhe von insgesamt knapp 10 000 Euro im Ostseestadion und in dessen Umfeld entstanden. Quelle: Ostseezeitung |
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